Reicht die gesetzliche Rente künftig noch aus?

"Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern." Bundeskanzler Merz hat für diese Aussage viel Kritik abbekommen. Falsch ist sie dennoch nicht, denn zukünftig gilt noch stärker als bereits bisher: Wer im Alter keine finanziellen Einbußen hinnehmen will, muss zusätzlich privat oder betrieblich vorsorgen.

Grundsätzlich bleibt die gesetzliche Rente zwar für die meisten Menschen die wichtigste Grundlage und Einkommensquelle fürs Alter. Doch wird sie allein immer seltener ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Warum gerät die gesetzliche Rente überhaupt unter Druck?

Der Reformdruck entsteht ganz maßgeblich durch den sogenannten demographischen Wandel. Konkret bedeutet das: Deutschland wird älter. Die geburtenstarken Jahrgänge der Baby-Boomer-Generation gehen nach und nach in Rente – und bleiben länger im Ruhestand als frühere Generationen. Gleichzeitig kommen weniger jüngere Beitragszahler nach.

Das ist für die gesetzliche Rentenversicherung eine Herausforderung. Denn sie funktioniert im Wesentlichen nach dem Umlageprinzip: Die Beiträge der heute Beschäftigten finanzieren die Renten der heutigen Rentnerinnen und Rentner. Kommen also immer mehr Rentenbezieher auf aktuell Erwerbstätige, gerät das System zwangsläufig in Schieflage.

Einzelunterricht oder Babyschwimmkurse in Gruppen – was ist besser?

Ob und wie viel zusätzliche Vorsorge für Sie sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Entscheidend ist vielmehr das Gesamtbild:

  • Welche gesetzliche Rente können Sie voraussichtlich erwarten?
  • Gibt es bei Ihnen eine betriebliche Altersvorsorge?
  • Haben Sie bereits privat fürs Alter vorgesorgt?
  • Welchen finanziellen Spielraum möchten Sie im Ruhestand haben?

Erst wenn diese Bausteine zusammen betrachtet werden, lässt sich beurteilen, ob möglicherweise eine Versorgungslücke entsteht.

Muss ich jetzt etwas ändern?

Nein. Die Rentenreform ist kein Grund, bestehende Verträge vorschnell infrage zu stellen.

Viel sinnvoller ist es, die eigene Altersvorsorge einmal als Ganzes zu betrachten – von der staatlich geförderten Vorsorge über die betriebliche Altersvorsorge bis zu weiteren privaten Möglichkeiten.

Vielleicht sind Sie bereits gut aufgestellt. Vielleicht gibt es eine Lücke. Oder ein bestehender Baustein lässt sich sinnvoll ergänzen. Genau hier hilft persönliche Beratung.

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