Impfung und Behandlung gegen Katzenleukose
Die richtige Vorsorge mit einer Impfung
Die FeLV‑Impfung schützt insbesondere vor dem fortschreitenden (progressiven) Verlauf, nicht vor jeder möglichen Exposition. Allerdings wirkt diese Impfung nur, wenn die Katze vorher noch nie mit dem Feline-Leukämie-Virus in Kontakt gekommen ist. Sich also noch nie angesteckt hat. Geimpft werden sollten also nur FeLV‑negative Katzen – daher empfiehlt sich vorab ein Blut‑Antigentest. Eine Impfung wird vor allem bei Freigängern empfohlen. Diese kommen nämlich mit verschiedenen Artgenossen in Kontakt. Bei Freigängern besteht also ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Die erste Impfung sollte durchgeführt werden, sobald Ihr Vierbeiner acht bis neun Wochen alt ist. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen, die im Abstand von drei bis vier Wochen erfolgen, gefolgt von einer Booster-Impfung nach einem Jahr. Je nach Risiko und Impfstoff (einige Präparate haben ein 3-Jahres-Intervall) erfolgen anschließend alle ein bis drei Jahre Auffrischungsimpfungen. Die FeLV‑Impfung ist in Deutschland eine Risikokategorie‑Impfung, zum Beispiel für Freigänger oder Mehrkatzenhaushalte Bei unklarem Impfstatus sollte vorab untersucht werden, ob die Katze bereits Träger des Virus ist. In einem solchen Fall sollte keine Impfung gegen Leukose durchgeführt werden. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt berät Sie hierzu gerne. Eine Katzenversicherung hilft Ihnen, sich finanziell abzusichern. So decken Sie die Kosten für eine ambulante oder stationäre Behandlung.
Diagnose und Behandlung von Leukose
Die zu Beginn auftretenden Symptome bei einer Infektion mit dem Feline-Leukämie-Virus deuten nicht unbedingt auf eine Leukämie-Erkrankung hin. Die Symptome sind doch sehr unspezifisch. Falls Sie den Eindruck haben, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand Ihrer Fellnase verschlechtert, sollten Sie einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen. Es kann eine allgemeine Untersuchung Ihrer Katze und ein Leukose-Test durchgeführt werden. So erhalten Sie eine sichere Diagnose.
Der Leukose-Test besteht zunächst aus einem Blut-Antigen-Schnelltest. Liefert dieser ein positives Ergebnis folgt idealerweise eine Bestätigung per Provirus-Nachweis (PCR). Bei einem unklaren Erstbefund wird der Test nach 20 bis 60 Tagen erneut durchgeführt.
Ist Katzenleukämie beziehungsweise Katzenleukose heilbar?
Diese Frage stellen sich Katzenbesitzer*innen natürlich, sobald sie eine sichere Diagnose erhalten haben. Die Antwort darauf ist leider kurz: Katzenleukose ist nicht heilbar. Die sekundären Erkrankungen (zum Beispiel Infektionen und Anämie) können mit Medikamenten und Therapien behandelt werden, um die Schmerzen und Symptome Ihrer Fellnase zu lindern. Regelmäßige Gesundheitschecks, Stressreduktion und reine Wohnungshaltung verbessern die Prognose und schützen andere Katzen.