Bei manchen Katzenbesitzer*innen herrscht Misstrauen gegenüber Wurmkuren, da diese Präparate chemisch hergestellt werden und keine natürlichen Inhaltsstoffe beinhalten. Doch wie bereits erläutert, ist eine Wurmkur nicht schädlich für den Organismus der Katze. Trotzdem gibt es Stimmen, die auf Hausmittel wie beispielsweise Kokosöl schwören. Die Wirksamkeit solcher Hausmittel ist allerdings nicht erwiesen. Daher empfiehlt es sich, bei einem Wurmbefall auf medizinische Mittel zurückzugreifen.
Würmer bei Katzen – Wie Sie einen Wurmbefall erkennen und bekämpfen
Wenn Ihre Katze plötzlich schlapp wirkt oder sich unwohl fühlt, könnte tatsächlich "der Wurm drin sein“ – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Katzen können sich durch Kontakt mit infizierten Eiern oder Larven mit Würmern anstecken. Diese Parasiten nisten sich im Körper ein und nutzen ihn als Wirt. Bleibt ein Befall unentdeckt und unbehandelt, kann das nicht nur Ihrer Katze schaden, sondern auch für Sie als Halter*in unangenehme Folgen haben.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Welche Wurmarten bei Katzen häufig vorkommen
- Wie Sie einen Befall erkennen und behandeln lassen
- Wie Sie Ihre Katze vor einer erneuten Ansteckung schützen
- Warum eine regelmäßige Wurmkur sinnvoll ist
So sorgen Sie dafür, dass Ihr Stubentiger gesund bleibt – und Sie sich keine Sorgen um lästige Parasiten machen müssen.
Würmer bei Katzen – Welche Würmer gibt es bei Katzen?
Wurm ist nicht gleich Wurm - bei einem Wurmbefall können sowohl die Symptome als auch die richtige Behandlung von der Art des Wurmes abhängen, der sich Ihre Katze als Wirt ausgesucht hat. Zur Übersicht haben wir die gängigsten Arten von Würmern bei Katzen für Sie aufgelistet:
Spulwurm
Keine Würmer sind so häufig in Katzen zu finden wie Spulwürmer: Schätzungen zufolge tragen regional circa zehn bis 30 Prozent aller Katzen diesen Wurm in sich. Die Wurmeier werden über Kot ausgeschieden und gelangen über den Kontakt mit Katzenpfoten beziehungsweise mit der späteren Fellpflege in den Körper. Dort werden die Würmer bis zu 20 Zentimeter lang.
Hakenwurm
Hakenwürmer sind in der Lage, durch die Haut in den Körper ihres Wirtes, also zum Beispiel einer Katze, einzudringen. Dort bahnen sie sich ihren Weg bis in den Darm und vermehren sich dort. Mit regional ein bis zehn Prozent sind diese Würmer bei Katzen deutlich seltener zu finden. Sie werden typischerweise bis zu anderthalb Zentimeter lang.
Bandwurm
Bandwurm-Arten wie etwa der "Gurkenkernbandwurm" können von Ihrer Katze durch das Verschlucken / Zerbeißen infizierter Flöhe aufgenommen werden. Andere Varianten wie etwa der Katzenbandwurm gelangen über das Fressen von Kleintieren / Nagern in den Katzenkörper. Diese Würmer können in der Spitze um die 60 Zentimeter Länge erreichen.
Insgesamt seltener tauchen auch weitere Wurm-Arten auf:
- Lungenwurm
- Herzwurm
- Magenwurm oder
- Harnblasenwurm
Bei diesen Varianten eines Wurmbefalls handelt es sich in Deutschland aktuell noch um Einzelfälle mit deutlich geringerer Häufung.
Ursachen & Symptome eines Wurmbefalls
Wege der Ansteckung – Ursachen für einen Wurmbefall
Katzen können sich auf verschiedenen Wegen mit Würmern infizieren – und das betrifft nicht nur Freigänger. Auch Wohnungskatzen sind gefährdet. Die wichtigsten Ansteckungsquellen im Überblick:
- Jagd und Beutetiere: Freigänger fangen oft Mäuse oder Vögel, die selbst mit Würmern infiziert sein können. Beim Fressen gelangen die Parasiten direkt in den Körper der Katze
- Kontakt mit infizierten Katzen: Ein enger Kontakt zu infizierten Artgenossen oder deren Kot kann zur Übertragung von Wurmeiern und -larven führen
- Flöhe als Überträger: Flöhe tragen häufig Bandwürmer in sich. Beim Putzen verschluckt die Katze die Flöhe – und damit auch die Parasiten
- Rohes Fleisch: Ob draußen gefunden oder zu Hause gefüttert: Rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch kann Wurmeier enthalten
- Einschleppung durch Menschen: Wurmeier und Larven haften an Schuhsohlen oder Kleidung. So gelangen sie in die Wohnung – ein Risiko auch für reine Wohnungskatzen
- Übertragung auf Kitten: Katzenbabys können sich bereits über die Muttermilch mit Würmern anstecken. Dies ist der Fall, wenn die Mutter infiziert ist – besonders häufig bei Spulwürmern
Würmer bei Katzen erkennen – Symptome eines Wurmbefalls
Ein Wurmbefall bei Katzen bleibt oft lange unbemerkt. Das betrifft vor allem erwachsene Tiere. Diese zeigen häufig keine oder nur sehr schwache Symptome. Bei jungen Katzen mit einem noch nicht voll entwickelten Immunsystem können die Beschwerden hingegen deutlich stärker ausfallen.
Typische Anzeichen für einen Wurmbefall sind:
- Sichtbare Würmer oder Wurmeier im Kot
- Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
- Stumpfes, struppiges oder ausfallendes Fell
- Häufiges Erbrechen und Durchfall (teilweise mit Blut)
- Aufgeblähter Bauch – besonders bei Kitten
- Abgeschlagenheit und Müdigkeit
- Hautentzündungen oder Juckreiz
Je stärker der Befall, desto ausgeprägter sind meist die Symptome. Besonders bei Jungtieren kann ein sogenannter "Wurmbauch" auftreten. Wichtig: Die Ausscheidungen infizierter Katzen können auch andere Tiere oder sogar Menschen anstecken.
Unser Tipp: Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihrer Katze beobachten, lassen Sie sie tierärztlich untersuchen. Eine gezielte Entwurmung kann schnell helfen – und schützt auch Ihr Umfeld.
Behandlung eines Wurmbefalls
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze unter Würmern leidet – sei es durch auffällige Symptome oder im Rahmen einer Routineuntersuchung – ist der Gang zum Tierarzt der richtige Schritt. Dort wird in der Regel eine Kotprobe analysiert, um festzustellen, um welche Wurmart es sich handelt. Auf dieser Basis kann das passende Mittel zur Entwurmung verschrieben werden.
Die Wurmkur wirkt gezielt gegen die Parasiten im Körper Ihrer Katze. Die Würmer werden abgetötet und anschließend über den Kot ausgeschieden.
Verschiedene Arten von Wurmkuren
Je nach Art des Befalls stehen verschiedene Präparate zur Verfügung – diese können als Tablette, Salbe oder Injektion verabreicht werden:
Spot-on: Bei einem Spot-on handelt es sich um eine flüssige Wurmkur, die zur äußerlichen Anwendung gedacht ist. Die Flüssigkeit wird direkt auf die Haut der Katze aufgetragen. Am besten eignet sich der Nacken oder der Schulterbereich dafür. Denn die Katze kommt dort nicht so einfach dran. Damit die Wurmkur in den Körper eindringen kann, sollten Sie Ihre Fellnase für mindestens zwei Stunden nicht streicheln und die Flüssigkeit auch nicht verreiben.
Tabletten: Wurmkuren sind auch als Tabletten erhältlich. Diese Tablette müssen Sie lediglich in den Körper Ihrer Katze bekommen. Am besten klappt das, wenn die Tablette unter das Futter gemischt wird. Kontrollieren Sie danach, ob die Tablette mit aufgenommen wurde oder nicht.
Pasten: Pasten mit einem Wurmkurwirkstoff können auf verschiedene Arten verabreicht werden. Entweder Sie fügen die Paste dem Futter hinzu oder geben sie mit einer Dosierspritze direkt ins Maul der Katze. Ein Tipp für diejenigen, die einen sturen Vierbeiner zu Hause haben und bei denen die Verabreichung nicht so einfach funktioniert: Sie können die Paste auch auf das Fell auftragen und warten, bis die Katze die Stelle saubermacht und somit die Paste aufleckt. Denken Sie daran, dass die Stelle für die Katze leicht erreichbar sein sollte.
Spritzen: Es gibt auch Wurmkuren für Katzen, die mit einer Spritze verabreicht werden. Allerdings sollten Sie diese Behandlungsform nur von einem Tierarzt oder einer Tierärztin durchführen lassen. So minimieren Sie das Risiko, dass Sie Ihre Katze bei der Eigenbehandlung verletzen.
Wie schnell wirkt die Wurmkur?
Bereits nach etwa 24 Stunden sind die Würmer in der Regel abgetötet und Ihre Katze stellt keine Ansteckungsgefahr mehr dar. Wichtig ist jedoch: Sobald die Wirkung des Medikaments nachlässt, kann sich Ihre Katze erneut infizieren – besonders wenn die Quelle des Befalls bekannt ist und nicht beseitigt wurde.
Nebenwirkungen & Co.
Wurmkuren sind wirksame Mittel, um Parasiten im Körper Ihrer Katze abzutöten. Dabei kann es vorkommen, dass nach der Einnahme leichte Nebenwirkungen auftreten – das ist ganz normal und meist harmlos.
Mögliche Nebenwirkungen
Nach der Entwurmung können folgende Reaktionen auftreten:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen
- Müdigkeit oder Schlappheit
- Vorübergehende Appetitlosigkeit
Diese Symptome verschwinden in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Sollte Ihre Katze jedoch über mehrere Tage hinweg auffällig müde sein, nicht fressen oder andere Beschwerden zeigen, lassen Sie sie bitte tierärztlich untersuchen.
Jede Katze reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen Präparate. Es kann sinnvoll sein, verschiedene Produkte auszuprobieren, um das am besten verträgliche Mittel zu finden. Grundsätzlich gilt: Die Wirkstoffe in Wurmkuren greifen nur die Würmer an – nicht den Organismus Ihrer Katze.
Wurmkur und Impfung – Das sollten Sie beachten
Vor einer Impfung sollte Ihre Katze unbedingt wurmfrei sein. Warum? Weil das Immunsystem bei einem Wurmbefall bereits stark beansprucht ist und sich nicht ausreichend auf die Impfung konzentrieren kann. Dadurch kann der Impfschutz unvollständig bleiben. Tierärztinnen und Tierärzte empfehlen, etwa zwei bis drei Wochen nach der Wurmkur zu impfen. So hat der Körper genug Zeit, sich zu erholen und optimal auf die Impfung zu reagieren.
Wenn Sie nicht regelmäßig entwurmen möchten, können Sie alternativ vor der Impfung eine Kotuntersuchung durchführen lassen. Ist die Probe wurmfrei, kann Ihre Katze direkt geimpft werden.
Wurmbefall bei Katzen vorbeugen – So schützen Sie Ihre Fellnase
Würmer sind bei Katzen keine Seltenheit – besonders Freigänger sind gefährdet. Zwar lässt sich ein Kontakt mit Wurmeiern nie ganz ausschließen, doch mit einigen Maßnahmen können Sie das Risiko deutlich senken.
Ansteckungsquellen minimieren
Auch wenn Sie Ihre Katze nicht rund um die Uhr überwachen können, gibt es viele Möglichkeiten, ihr Umfeld sicherer zu gestalten:
- Sauberkeit im Katzenhaushalt: Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig alle Flächen, mit denen Ihre Katze häufig in Berührung kommt – insbesondere Fressnäpfe und das Katzenklo. So verhindern Sie, dass sich Wurmeier dort ansiedeln und aufgenommen werden
- Straßenschuhe wegräumen: Über die Schuhsohlen können nicht nur Dreck, sondern mit etwas Pech auch winzig kleine Wurmeier in die Wohnung gelangen. Bewahren Sie Schuhe idealerweise im Schrank auf und reinigen Sie sie regelmäßig – besonders nach Spaziergängen in der Natur oder im Park
- Kein rohes Fleisch oder Fisch: Auch hochwertiges, gut gelagertes rohes Fleisch kann Wurmeier enthalten. Verzichten Sie auf die Fütterung von rohem Fleisch und rohem Fisch, um das Infektionsrisiko zu minimieren
Regelmäßige Kontrolle und Entwurmung
Eine zuverlässige Methode zur Vorbeugung ist die regelmäßige Untersuchung auf Wurmbefall durch den Tierarzt oder die Tierärztin – meist per Kotprobe. Wird ein Befall festgestellt, kann eine gezielte Wurmkur helfen.
Je nach den Lebensumständen Ihrer Katze ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich Parasiten einfängt, jedoch unterschiedlich hoch – folgende Werte geben Ihnen eine ungefähre Orientierung, wie oft Ihre Katze untersucht und entwurmt werden sollte:
- Freigänger-Katze: einmal pro Monat
- Haus-Katze: zweimal pro Jahr
Wichtig: Die Angaben zur Hauskatze gelten dann, wenn Ihre Katze allein in Ihrem Haushalt lebt und keinen Zugang zum Außenbereich hat. Bei mehreren Haustieren oder gelegentlichem Freigang kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein. Wenn Sie das jeweilige Risiko für Ihr Haustier ermitteln möchten, nutzen Sie hierfür gerne den ESCCAP-Entwurmungstest der Vereinigung von VeterinärparasitologInnen.
Wurmkur für Katzen – Was kostet das?
Die Kosten für eine Wurmkur können je nach Präparat und Bezugsquelle variieren. Grundsätzlich gilt: Je nach Lebensstil Ihrer Katze und der empfohlenen Entwurmungsfrequenz können sich die jährlichen Ausgaben summieren – daher lohnt sich ein genauer Blick auf die Optionen.
Wurmkur: Kosten
Die Kosten hängen davon ab, welches Präparat Sie wählen und wo Sie es kaufen:
Rezeptfreie Wurmkuren (zum Beispiel Tabletten oder Spot-on-Präparate):
- Kostenpunkt: circa fünf bis 20 Euro pro Anwendung
- Erhältlich: in Apotheken oder online
Verschreibungspflichtige Präparate
- Nur mit Rezept vom Tierarzt beziehungsweise von der Tierärztin oder bei der Tierarztpraxis selbst erhältlich
- Häufig bei speziellen Wirkstoffen oder Kombipräparaten
Wenn Sie die Wurmkur direkt in der Praxis verabreichen lassen, kommen zusätzliche Kosten hinzu:
- Beratung und Untersuchung: circa fünf bis 20 Euro
- Kotuntersuchung (optional): ebenfalls im Bereich von zehn bis 30 Euro, je nach Tierarztpraxis
Hinweis: Die Preise können regional und je nach Tierarztpraxis unterschiedlich ausfallen. Manche Praxen bieten auch Kombiangebote mit Impfungen oder Jahrespaketen an.
Wurmkur kaufen: Online oder in der Apotheke?
Wurmkuren für Katzen sind heute bequem online oder in der Apotheke erhältlich. Dabei kommt es auf die Verabreichungsform und den Wirkstoff an:
- Online-Shops bieten eine große Auswahl rezeptfreier Präparate – oft günstiger, aber ohne persönliche Beratung
- Apotheken sind eine gute Wahl für hochwertige Produkte und fachkundige Auskunft
- Tierarztpraxen empfehlen passende Präparate basierend auf Gewicht, Alter und Gesundheitszustand Ihrer Katze – besonders wichtig für die richtige Dosierung
Tipp: Auch wenn rezeptfreie Wurmkuren verfügbar sind, empfiehlt sich eine tierärztliche Beratung – so stellen Sie sicher, dass Ihre Katze das richtige Mittel in der passenden Dosierung erhält.
Fazit
Würmer sind ein häufiges, aber behandelbares Gesundheitsproblem bei Katzen. Ob Spulwurm, Hakenwurm oder Bandwurm – die Symptome reichen von Durchfall bis zu Gewichtsverlust und sollten nicht unterschätzt werden. Eine frühzeitige Diagnose durch Kotuntersuchung und eine gezielte Wurmkur helfen, den Befall schnell und effektiv zu bekämpfen. Mit einfachen Maßnahmen wie Hygiene, Verzicht auf rohes Fleisch und regelmäßiger Entwurmung lässt sich das Risiko deutlich senken. Die Kosten für eine Wurmkur sind überschaubar und liegen meist zwischen fünf und 20 Euro – je nach Präparat und ob ein Tierarztbesuch notwendig ist.
Wer seine Katze gut beobachtet, regelmäßig kontrollieren lässt und auf Prävention setzt, sorgt für ein gesundes und wurmfreies Katzenleben.
Häufige Fragen
Ist eine Wurmkur mit Hausmitteln möglich?
Wurmbefall trotz Wurmkur: Was tun?
Was tun, wenn die Katze trotz Wurmkur weiterhin unter Wurmbefall leidet? Auch wenn bei der Katze eine Wurmkur durchgeführt wurde, kann es sein, dass sie sich entweder kurz nach Einnahme der Wurmkur mit Würmern infiziert. Alternativ ist der Wurmbefall so stark, dass die Wurmkur mehrfach in kürzeren Abständen wiederholt werden muss. Dazu kann es zum Beispiel kommen, wenn Sie eine Wurmkur verabreicht haben, der Vierbeiner sich aber ein paar Tage später mit Würmern infiziert. Das liegt daran, dass sich die Wirksamkeit nur auf die bereits im Körper vorhandenen Parasiten bezieht. Dementsprechend müssen Sie bei einem Wurmbefall nach unmittelbarer Durchführung der Wurmkur erneut ein Präparat besorgen und verabreichen. Wenn der Wurmbefall schon weit fortgeschritten ist und die Beschwerden trotz der Wurmkur bleiben, ist es ratsam, sich ärztlichen Rat einzuholen. In den meisten Fällen muss die Wurmkur dann in kürzeren Abständen wiederholt werden.
Wie oft muss die Katze entwurmt werden?
Allgemein gilt, dass Katzen mit Freigang alle ein bis drei Monate entwurmt werden sollten. Bei Katzen ohne Freigang wird eine halbjährliche Entwurmung empfohlen. Alternativ können Sie auch eine Kotuntersuchung in einer Tierarztpraxis durchführen lassen.
Wie entwurmt man Katzen?
Eine Wurmkur sollten Sie vorab mit Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin besprechen. Vor allem, wenn ein akuter Wurmbefall vorhanden ist. Nur bei einer Untersuchung kann die Art der Würmer identifiziert werden und mit den richtigen Medikamenten behandelt werden. Die Wurmkur zum Beispiel als Tablette können Sie Ihrer Katze selbst geben – im besten Fall in Absprache mit dem Tierarzt oder der Tierärztin.
Sind Würmer bei Katzen auf Menschen übertragbar?
Ja. Einzelne Würmer, die eine Katze haben kann, sind auch auf den Menschen übertragbar. Sie können sich anschließend im menschlichen Körper einnisten. Das gilt vor allem für folgende Wurm-Varianten:
- Spulwürmer
- Hakenwürmer
- Bandwürmer
Meistens verläuft ein Wurmbefall bei Menschen ohne Beschwerden. Spülwürmer, Gurkenkernbandwürmer und Fuchsbandwürmer können allerdings Symptome wie
- Magen-Darm-Beschwerden
- Allergische Reaktionen
- Fieber
- Husten
- Blutarmut
- Gewichtsverlust
verursachen. Um sich und seine Katze vor einem Wurmbefall zu schützen, sind Hygiene-Maßnahmen Pflicht. Dazu gehören beispielsweise das Händewaschen nach intensivem Kontakt mit der kleinen Fellnase. Als besonderer Risikofaktor gelten auch Sandkästen: Hier kommen Kinder häufig mit kontaminierter Erde in Berührung. Denn Katzen nutzen Sand als alternatives Katzenklo.
Wie teuer ist eine Wurmkur für Katzen?
Wie teuer eine Wurmkur ist, hängt immer vom Präparat und der Menge ab. In der Regel kostet eine Wurmkur für Katzen in Tablettenform zwischen fünf und 20 Euro.
Wie lange dauert es, bis die Entwurmung wirkt?
Die Wurmkur wirkt nach erfolgreicher Zufuhr in der Regel direkt und dauert 24 bis 72 Stunden an. Nach maximal drei Tagen sollten sich also keine Würmer mehr im Körper der Katze befinden. Sollten Sie dennoch weiterhin Würmer im Kot entdecken, empfiehlt sich eine Untersuchung beim Tierarzt oder bei der Tierärztin. Dort wird dann das weitere Vorgehen mit Ihnen besprochen. Hier sollten Sie nicht selbst handeln, sondern einen Experten oder eine Expertin hinzuziehen.
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